Das dunkle Schloß und eines seiner Geheimnisse

Es war mal wieder ein so ein Abend der anfänglich den Anschein hatte das es ein ganz normaler Wochenausklang auf dem Marktplatz hätte.
Mit einigen Stadtbewohnern und aus dem Umland trafen wir uns dort nach getaner Arbeit um den Feierabend zu genießen.
Auch so manche Neuigkeiten wurden ausgetauscht. Böse Zungen nennen dies Dorftratsch.
Doch in einem Zeitalter wo Herolde und Holzbretter mit Schriftzeichen die einzige Informationsquellen sind; ist der so abschätzig genannte „Dorftratsch“ eines der wichtigsten Handlungen um auf dem laufenden zu bleiben.
So wurde besprochen warum das Schäferweib in der Winterszeit sich kaum mehr in die Stadt wagt.
Oder welchen Bären uns die Wildhüterin aufbinden möchte, wenn sie mal wieder mit ihren Jagdkünsten prahlte. Auch über den nicht anwesenden Sir Primus wurde sich nach allen Regeln der Kunst ausgelassen. Hatte dieser in der Stadt und im Umland eine zweischneidige Stellung.
Einerseits hegte manch einer aus dem Volk mit ihm Mitleid und Verständnis, wenn seine Herzogin mal wieder mit ihm erzürnte. Anderseits, – wie soll ich es sagen, Steuereintreiber sind allerorten nicht unbedingt die beliebtesten Zeitgenossen und man freut sich wenn sie am eigenen Häuschen vorbei gehen.
So verging auch recht schnell der Abend und auch ich hätte, nach dem sich einige Bewohner schon zurück gezogen hatten, mich selbst auf die Heimreise begeben,…. wenn nicht mir kurz zuvor John Blacky noch etwas auf geheimnisvolle Art und Weise ins Ohr geflüstert hätte.
Neugierig wie ich mal bin, wollte ich dem dann doch auf den Grund gehen.
Da ich wusste das es gefährlich werden könnte, bat ich Anna uns zu begleiten.
So machten wir uns auf zum dunklen Schloß.
John plauderte das er dort als er letztens herum gestöbert sei eine Kammer entdeckt habe.
Was es denn dort zu sehen gäbe, wollten wir wissen? Doch John meinte wir sollten ihm folgen und uns das selbst ansehen.
Erst viel später als wir schon fast im dunkeln Schloß waren kam mir der Gedanke an die Hausherren. Doch John schüttelte den Kopf und meinte: „Keine Sorge, die Herrschaften sind verreist.“
Zu ängstlich war ich und schaute mich immer wieder um. Mit den Herrschaften dieses Schloßes hatte ich schon unangenehme Erfahrungen machen müssen.
Immer wenn man nicht mit ihnen rechnete, standen sie dann doch ganz plötzlich unerwartet hinter einem.
Auf diesem Weg trafen wir auf Lady Ska. Sie trug Gewänder wie sie in Amazonien sonst getragen wurden und Waffen. Nach kurzem berichten wohin wir möchten, schloss sie sich unserem Trupp an.
John führte uns so sicher durch die Gänge zu dem gruseligen Ort, das ich ganz versäumte mir den Weg zu merken.
Es war eine Kammer des Schreckens und blankes Entsetzen stand uns allen auf den Gesichtern.
Snapshot _ Carima-Castle, Carima-Castle (89, 111, 23) - Moderat
Ein modriger Geruch der Fäulnis schlug uns entgegen und wir fanden menschliche Knochengerippe in Zellen eingesperrt vor. Auch diverse Foltergeräte in denen Menschen einen qualvollen Tot erlagen.
Anna fasste sich als erste wieder und fragte: „Wer sind all diese Menschen hier gewesen?“
Auch murmelte sie immer wieder vor sich hin, das solche Gebräuchen noch niemals in Carima von Nöten waren und man dieses hier unbedingt der Herzogin berichten müsste.
John wärend dessen schien aus ganz anderen Beweggründen uns hier her geführt zu haben.
Auch konnte er kaum seine Begeisterung für diese Apparate verbergen und zupfte bisweilen an den Lederbändern der Folterstühle. So erklärte er um die Situation abzuschwächen seine Vermutungen zu den vorgefundenen Überresten der Verstorbenen.
„Das waren sicherlich nur unnützes Pack, …Wegelagerer, Strauchdiebe, Diebesgesindel und Meuchelmörder.“
Lady Ska beäugte stumm diesen Ort und die Geräte, jederzeit bereit ihre Waffen zu ziehen sei es von Nöten.
Anna hob erneut ihre Frage an, wobei diese wohl eher zu sich selbst als an uns gerichtet war:
„Wer sind all diese Menschen hier?“
Auch ich fasste mich so langsam wieder und fragte vorsichtig nach ob jemand in der Stadt vermisst wurde.
Anna verneinte.
Ich selbst erinnerte mich wieder an diese nächtlichen Geräusche die bis tief in den Wald drangen.
Ob diese damit wohl zu tun haben? Ich wusste es nicht, war mir auch nicht sicher ob durch solche dicke Mauern überhaupt Geräusche in die Außenwelt gelangen könnten.
Es schauderte mich.
„Sherlock“ Anna meinte nun sehr wichtig das sie sich um diesen Fall kümmern würde. Es könnte ja wohl nicht angehen das hier Leute umgebracht werden ohne das die Stadtwache und die Herzogin davon wüsste.
Auch die Frage um welche Leute es sich hier wohl handele müsste geklärt werden.
Mir wurde so langsam unwohl und ich drängte darauf diesen Ort wieder zu verlassen.
Wusste man nie ob nicht doch plötzlich die Herrschaften dieses Schloßes zurück kehren.
Und das letzte wo ich mich dabei überraschen lassen wollte war dieser Ort hier.
Auch Anna meinte sie hätte nun genug gesehen und bat John uns den Weg wieder nach draußen zu führen.
John führte uns auch dieses mal sehr sicher hinaus und fragt mich heuer jemanden nach dem Weg dort hin dann muss ich gestehen: „Ich weiß es nicht!“
Doch macht ihr euch selbst auf diesen Ort zu finden, da geb ich euch den Rat: „Gebt gut acht,…man weiß nie wann die Herrschaften dieses Schloßes zurück kehren!“

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Die letzte Audienz der Herzogin Jil

Die letzte Audienz
der Herzogin Jil

Die letzte Audienz der Herzogin Jil, vor ihre Abreise in die „alten-neuen Länder“ wurde am 28. Dezember 1494 abgehalten.

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Das große Schiff lag schon ahnungsvoll im Hafen von Carima Stadt, das kleine Exil welches vor einiger Zeit die Königin Linde mit ihrem Gefolge aufsuchte.
Dort lebten die Bürger und die flüchtigen Adligen nun lange Zeiten unbeschwert, wären nicht die Steuereintreiber des kaiserlichen Landverwalters welche ihre Forderungen erbarmungslos und immer wieder kehrend an das Königshaus stellte. Zudem war schon seit geraumer Zeit die Königin Linde selbst vermisst und nach einer Reise (?) nicht mehr in die Stadt zurückgekehrt. So regierte die Herzogin Jil in ihrer Vertretung und führte die Audienzen in welchem auch das einfache Volk immer seine Belangen vortragen konnten.
So ward oft das Gespräch über die Versorgung der Stadt mit dem nötigstem im Vordergrund. Die Holzversorgung, Unwetter, Überschwemmungen der Gewässer, Wölfe die alljährlich bedrohlich im Winter nahe der menschlichen Siedlung kamen, Markttage welche abgehalten werden sollten und vieles andere mehr wurde so zu den Tagesthemen in der Audienz. An manchen wenigen Audienzen ließen die Abkömmlinge des Königshaus durchblicken, welche große Bürde auf ihnen lastete und sie gezwungen sind die Steuern zum wohle des Volkes einzufordern. Ebenso hofften und baten sie um Spenden von den etwas wohlhabenderen Bürgern um diese an das Kaiserreich der Landverwalter abzuführen.
So ging das tägliche Leben im Exil seinen alltäglichen Gang. Es kamen immer wieder neue Bürger in diesem kleinen Lande an, andere verliesen es um ihr Glück wo anders zu versuchen. Händler die auf gute Geschäfte hofften, Schausteller die ihre Künste auf den Märkten feil boten reisten ein und wieder ab.
So ging es Jahr für Jahr und niemand bemerkte so richtig wie die Sorgenfalten auf dem schönen Antlitz der Herzogin immer tiefere Furchen hinter ließen.
Sie war eine gütige, ja ich sage eine mütterliche Herzogin die stets auf das Wohl ihres Volkes acht gab.
Doch die Sorgen machten das die Herzogin immer wieder erkrankte und ihre Nichten sie liebevoll in ihren Gemächern umsorgen mussten. Sicherlich wäre sie schneller gesundet wenn ihr die Last die sie bisweilen bis zum Boden gedrückt abgenommen gewesen. Doch dies war ein frommer Wunsch der sich leider niemals verwirklichen lassen würde. So erhob sie sich oft zu frühzeitig, um weiterhin mit ihrer letzten Kraft die Regierungsgeschäfte zu übernehmen.
So kam wie es kommen musste, das eines Tages die besorgten Medicuse der Herzogin mitteilten, dass wenn ihr ihre Gesundheit am Herzen läge, sie ihr Amt niederlegen müsste um erst mal in einem fernen Lande zur Ruhe zu kommen.
Schweren Herzens leitet die Herzogin die nötigen Schritte dafür ein. Sie sorgte sich um eine geeignete Nachfolgerschaft, welche sie in Prinz Lennard von Lemond und seiner Gemahlin und ihrer Schwester Sharmila von Lemond fand. Diese werden nun das Land in ihrem Gut dünken weiter Regieren…, hoffend das vielleicht irgendwann die Königin Linden zurück kehren möge.
Prinz Lennard legte sorgfältig neue Bücher an welche zukünftig zur Einsicht der Bürger aus Carima Stadt zur Einsicht offen liegen.

http://lennard09.blogspot.de/

Carima Stadt
Infoseite für die Gäste und Bewohner von Carima Stadt

Die Herzogin stieg am selbigen Abend auf das große Schiff und verließ das Land welches sie so lange Zeit in ihrer sanften Güte regiert hatte. Sicherlich werden ihr noch weitere treue Bewohner bald zu den neuen Ufern folgen, doch werden auch treue Bewohner weiterhin die Abkömmlinge des Königshauses unterstützen. Es werden neue Zeiten anbrechen und was sie bringen werden wird uns die Zukunft zeigen.

Die Eröffnung eines weiteren Kondors in Carima Stadt

Die Eröffnung eines weiteren Kondors in Carima Stadt
Unsere Tempelritterin Devgirl eröffnet; nach ihrer langer schwerer Krankheit; ihren eigenen Kondor am Hafen in Carima Stadt. Schon Tage zuvor wurden die Vorbereitungen getroffen, Kisten vom Hafen herbei geschleppt und in das Lager verfrachtet. In das Handwerk der Köhlerei und den Salzhandel wollte sie einsteigen. Herolde riefen es schon laut durch die Straßen…und verkündete den Termin der Eröffnungsfeier.
Es roch nach gesottenen und gebratenen. Bunte Fahnen aller Herren Länder flackerten vor der Türe im Winde.

Es war herrlich anzusehen wie heraus geputzt die Templerin vor den versammelten Gästen da stand und sie einlud ihren Kondor zu betreten um die bereitgestellten Speisen zu kosten.
Das erste mal das ich sie in einem Gewandt sah welches ihre Weiblichkeit unterstrich, nicht wie sonst sich in ihrer Rüstung versteckend. Dies wurde vor allem von den männlichen Gästen sehr honoriert da ihr Anblick ein schönes Weib zu offenbaren schien. Ihr selbst schien dieses Gewandt jedoch reichlich ungewohnt und so zupfte sie nervös mal hier mal da an ihren Röcken herum.
Ihre Rede wart kurz gefasst und auf den Punkt gebracht. So konnte sehr schnell für die Gäste zum gemütlichen Teil übergegangen werden.
Barden spielten leise im Hintergrund und die Anzahl der Gäste stieg beständig.
Selbst die Herzogin Jil lies es sich nicht nehmen ihre Glückwünsche für dieses Unternehmen persönlich zu überbringen.
Ein zu rührend Bild ergab sich bei dem Besuch der Herzogin im Kondor. Die Tempelritterin hatte schon in weiser Voraussicht vorgesorgt und einen größeren weicheren Stuhl eigens für die Ankunft der Herzogin bereitstellen lassen. Diesen bot sie beim eintreten auch dieser sogleich an. Die Nichten der Herzogin spielten nach dem Festlichen Mahl draußen am Hafen mit den anderen Kindern. Doch als diese ihre Tante erblickten folgten sie ihr in den Kondor zurück. Sie hatten einiges ihrer Tante zu berichten und so setzten sie sich zu Linken und zur Rechten der Herzogin in ihrer Vertrauten Weise mit auf den weichen Stuhl.
Ein jeder der an diesem Bild das sich für die Augen bot teilhaben durfte, zauberte es ein lächeln in Antlitz.
Fremde Gäste, nach den Gewändern eine Gräfin oder Baronin und ihr Begleiter aus einem fernen Lande zeigten sich sehr interessiert an den Angeboten des gemeinsamen Handels. Auch meine bescheidenen Künste des Puppenspiels kamen dabei zur Sprache und vielleicht werde ich sobald ich meine Schafe in ihr Winterquartier überbracht habe erneut auf Reisen gehen. Doch dies sei dann eine anderer Geschichte.
Ich möchte nur noch einmal betonen das dies eine wunderschöne Eröffnungsfeier gewesen sei und bedanke mich nochmals herzlich bei unserer Gastgeberin der Tempelritterin Devgirl.

Dieses Ereignis wurde für die Stadtchroniken schriftlich festgehalten

von

Euerm Schäferweib Erdmute

Hier noch ein paar Bilder vom Hofmaler Paparazzi auf Leinwand gebannt:

Blue und Erdmute haben diese ihm für je ein Fässchen Rum abgejagt 😉

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Jahrmarkt in Carima Stadt

Jahrmarkt in Carima Stadt

Spielleute und Gaukler zogen in den frühen Morgenstunden mit rollenden Wägen in die Stadt. Laute Hammerschläge vom Festplatz aus kündeten bald hallend durch die Stadt den Aufbau an.
Ich selbst saß wie gewöhnlich auf meiner Schafweide und hörte ahnungsvoll das Hämmern und Klopfen. Gegen Spätnachmittag verkündeten die Herolde laut die Ankunft der Gaukler und priesen ihre Sehenswürdigkeiten an: „Eilet herbei,… zu sehen die eigenartige Dinge die hier zu kleinen Talern gezeigt!“

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Die Kinder Carimas brummten schon leise vor sich hin denn ausgerechnet heute war Schultag und die Lehrerin Tarina bestand auf den Unterricht den sie schon seit Tagen vorbereitet hatte. Viel lieber wären sie zur Festwiese geeilt und so wunderte es nicht das manch einer verträumt an diesem Tage zum Fenster hinaus schaute als sich auf den Unterricht zu konzentrieren.
Ich selbst trieb derweil meine Schafe in den Pferch, war ich denn doch inzwischen mehr als neugierig was auf der Festwiese nun aufgebaut sei.
So wandelte ich nach getanem Tagewerk mit ein paar Groschen in der Geldkatz zu dem Festplatz.
Es war eine Pracht was diese Schausteller aufgebaut hatten. Ein großes buntes Zelt, ein buntes Karussell, Schaukeln die wie große Schiffe aussahen und noch vieles mehr.
So stürzte ich mich sogleich ins Getümmel, traf hier und dort bekannte Bürger von Carima an, aber auch Fremde welche extra von weit her angereist kamen. 

Jahrmarkt 05 Jahrmarkt 06 Jahrmarkt 07 Jahrmarkt 08   Jahrmarkt 11 Jahrmarkt 12    
Man munkelte das die Schausteller nur zwei Tage an diesem Ort verweilen würden und alsbald wieder weiter reisen müssten. So genoss ich aus vollen Zügen jeden noch so kostbaren Moment.
Bald hatte Tarina ein einsehen mit den inzwischen wohl schon laut nörgelnden Kindern in der Schulbank. So beendetet sie den Unterricht frühzeitig und führte die Schulklasse selbst zum Jahrmarkt. Ein Jubeln und Jauchzen war bald an allen Orten zu hören.

Jahrmarkt 13
Wir sahen die Vorstellung in dem großen Zelt. Es war eine wunderliche Vorstellung und eine leichte Gänsehaut zog sich bei uns über den Rücken. Ein wenig seltsam muteten die Schausteller an. Schienen sie, als seien sie ein Volk aus dem Meer zu sein.

Jahrmarkt 16
Doch sehr bald zerstreuten sich unsere Gedanken als wir wieder erneut vor den Losbuden und Wahrsager standen.

Jahrmarkt 02
Selbst im Puppenspiel verstanden sie sich und die kleine Leonie schaute wie gebannt und wurde mucksmäuschen still, was eher ungewöhnlich für dieses lebhafte Gör ist.

Jahrmarkt 04


Im Kräftemessen wetteiferten die Kerle von Carimas wobei manch ein Weibsbild sich ebenso dabei versuchte. Selbst die kleine Leonie wollte den großen dicken Hammer schwingen.

Jahrmarkt 09

Jahrmarkt 17


Den „wilden Walfisch“ zu reiten erforderte Geschick und war vor allem bei der Jugend sehr beliebt.

Jahrmarkt 01
Auch das allseits beliebte Enten jagen zog die Menschen regelrecht an.

Jahrmarkt 03

Jahrmarkt 15

Jahrmarkt 10

Was soll ich euch noch erzählen? Selbst schuld wer an diesen Tagen sich in der Arbeit verkroch und somit das übergroße Angebot der Kurzweil versäumte.
Wie schon gemunkelt zogen die Schausteller nach dem zweiten Tage weiter.
Doch hörten wir, dass wenn sie zurück kämen, sie nochmals einen Stopp bei uns in Carima Stadt einlegen würden. Ich werde auf jeden Fall mir wieder vornehmen, auf der Festwiese vorbei zu schauen.

Auf bald euer Schäferweib Mute