Jil ~ Herzogin mit großem Herz

Die Geschichte von Jil….

Vorwort: Ich möchte mich an dieser Stelle bei Takea bedanken, die mich eine Zeit lang durch SL begleitet hat und von der ich viel gelernt habe. Sie hat sich entschieden SL zu verlassen aber Ihre Geschichte bleibt und ist Ausgangs- und Anfangspunktpunkt der meinen. Und so beginnt meine Geschichte mit der Geschichte von Takea…

Ein Land in den Bergen

Es ist ein kleines Land. So klein, dass es die meisten Kartographen übersehen und auf keiner bekannten Landkarte eingetragen ist. Es ist so klein, dass die Geschichte der bekannten Welt an ihr vorbeizog. Und so erhielten sich viele Dinge, die woanders auf der Welt verloren gingen. Die Erde, die Steine, die Flüsse und Seen, der Himmel, die Pflanzen und die Lebewesen sind erfüllt mit Magie, die vielfältig das Leben bestimmt und ZhaoZhou zu einem Paradies machen könnte.
Wenn, ja wenn dies nicht ein Ort wäre, in welchem sich die ursprünglichen Mächte, aus denen unsere Welt gebildet wurde in ihrer ganzen Vielfalt erhalten haben. Nicht nur die lichten Kräfte der Liebe, des Lebens, der Natur, des Wachsens und der Fruchtbarkeit, nein, auch jene der Destruktion, des Zerfalls, des Hasses, des Morbiden und des Todes.
Während die ersteren Kräfte lange Jahre den Boden ZhaoZhous beherrschten, geboten die letzteren Kräfte über die Territorien der Tiefe. Nur, unglücklicherweise, öffnete sich ein Riss zwischen jenen beiden Welten. Dies sollte später unser Schicksal werden
ZhaoZhou ist ein kleines Land. Genauer betrachtet ist es ein kleines Tal hoch in den Bergen. Nur drei gefahrvolle Pfade führen hinauf zu dem vergessenen Tal. Der Pfad im Osten führt in ein großes Kaiserreich voller kleiner bräunlicher und sehr stolzer Menschen. Ihre Kultur hat ZhaoZhou sehr beeinflusst. Besonders die Kunst des Kampfes hat großen Einfluss gewonnen. Der Pfad nach Süden führt in ein reiches Land, in dem die Häuser golden vor Überfluss glänzen. Seine unzähligen Götter haben große Bedeutung bei uns gefunden und werden verehrt und gefürchtet. Der Pfad nach Norden führt in zu einem Volk stolzer und unbändiger Reiter. Man sagt, sie haben schon die halbe bekannte Welt erobert. Sie schlafen auf ihren Pferden, trinken vergorene Stutenmilch und sind zäh und grausam.
Erwähnenswert ist noch ein weiterer Pfad der zu einem kleinen Tal in den Bergen führt. Dort an die Felsen geschmiegt erhoben sich steil Mauern in den Himmel, wie eine Festung, uneinnehmbar für jeden Eindringling erhob sich ein Kloster. Die Mauern dieses heiligen Stätte wurden nicht gebaut um den Zugang zu verwehren, sondern um etwas, das tief in den Gewölben, die in die Berge getrieben waren, auf ewig ein zu schließen. Niemand mochte zu sagen wie alt diese Mauern waren es schien als wären sie schon immer dort gewesen und würden selbst das Ende aller Zeiten überdauern.
ZhaoZhou ist ein kleines Fürstentum, geführt von der Familie derer von Zhaoying. Die Magie von ZhaoZhou machte das Land zu einem Paradies, in dem die Menschen glücklich und zufrieden und auch sehr, sehr lange lebten. Viele Versuche, ZhaoZhou zu erobern scheiterten, da nicht nur die Bewohner, sondern auch die Magie der Welt des Fürstentums sich den Eindringlingen entgegenstellte. So haben die Benachbarten Völker es schließlich aufgegeben und versuchten in Frieden und Handel mit uns zu leben. Alle Menschen hatten die gleiche Rechte und Möglichkeiten, Männer wie Frauen, die Sklaverei war verurteilt, und auch das Fürstenhaus musste sich einem unabhängigen Richter unterwerfen.

Doch leider lebt auch ein Paradies nicht auf ewig…..

Ein Kind namens Jil.

Lassen wir die Geschichte an einem lauen Frühlingsmorgen beginnen, ein kleines Mädchen, nennen wir sie Jil, rennt lachend über eine Wiese voller Blumen und sinkt dann müde in die Arme Ihrer Mutter, erschöpft kuschelt sich das Mädchen in die Arme ihrer Mutter und blickt in den blauen Himmel um bald darauf friedlich ein zu schlafen.
Gerne suchte die Mutter mit Ihren beiden Töchtern diesen Ort auf, vor den Toren der Stadt, um sich dort in der warmen Sonne nieder zu lassen und ihren beiden Töchtern beim spielen zu zusehen. Takea die ältere der beiden Geschwister hatte sich schon eine ganze weile neben Ihrer Mutter gesetzt und von dort ihrer kleinen Schwester zugeschaut wie sie hinter den bunten Schmetterlingen herlief.
An die Tage voll Glück und Unbeschwertheit, schloss sich der ernst des Lebens an, was für die beidne Schwestern bedeutete das sie anstelle des Unterrichts durch die Hauslehrer und ihre Eltern nun in jenem Kloster in den Bergen lebten und dort von den Weisen Frauen und Männern die schon seit ewigen Zeiten in diesen Mauern lebten weiter unterrichtet wurden. Während Takea begierig all das Wissen annahm tat sich ihre Schwester schwer den stundenlangen Lektionen zu folgen. Jil blühte auf, wenn es an der Zeit war den „praktischen“ Aufgaben zu folgen und so brachte sie es mit den Jahren zu einer beachtlichen Fertigkeit in den Kampfkünsten. So verschieden die beiden Mädchen auch waren so waren sie doch unzertrennlich und eine festes Band zwischen den beiden machte sie zu einer Herausforderung für all Ihre Mentoren und Lehrer.

Die Jahre vergingen und bald schon würden die beiden Mädchen, die nun schon fast erwachsen waren, zurückkehren in das Haus ihrer Eltern um dort Ihren Platz in der Regentschaft des Reiches derer von Zhaoying ein zu nehmen.
Nur wenig vor dieser Zeit begab sich etwas, das die Geschicke der Beiden für immer verändern sollte. Es war ein verregneter Abend, Takea saß wieder einmal, im schein einer Kerze, tief über ein Buch gebeugt, während ihre „kleine“ Schwester gelangweilt aus dem Fenster in den Schleier aus Nebel und Regen blickte.
„ Takea ich will noch ein wenig mit dem neuen Schwert üben“ sagte ihre kleine Schwester greift sich jenes besagte Katana und verschwand fast geräuschlos im dunkel des Ganges der vom Zimmer der Mädchen in die Hallen des Klosters führte. Takea nickte nur stumm, sie kannte die Ausflüge von Jil zu gut und hatte es schon lange aufgegeben sie zu ermahnen sich nicht zu tief in die Gänge vor zuwagen, die vom Kloster in den Berg hineinführten.
Jil huschte den dunklen Gang hinunter, schon lange brauchte sie keine Lampe mehr auf dem Weg hinab zu dem großen Saal in dem sie immer wenn es das Wetter nicht zuließ ihre Übungen machte. Üblicherweise traf sie dabei immer auf einige der anderen Schüler, so das sie eigentlich immer irgend eine arme Seele darunter erwischte, der Ihr dann als Übungspartner helfen durfte. An jenem Abend aber waren die Gänge leer und so kam es das Jil alleine in dem großen Saal ankam, mit einem seufzen begann sie die Schritte zu wiederholen, die Ihr der Meister am Morgen gezeigt hatte. Versunken in Ihre Übung verflog die Zeit und während sich die Nacht über die Berge legte, ging ein bleicher Mond am Himmel auf und schickte sein kaltes Licht hinunter auf das kleine Reich ZhaoZhou.
Die Lichter im Saal wurden immer schwächer und als Jil fast kaum mehr ihre Hand vor Augen sehe konnte wurde ihr bewusst das es höchste Zeit ist in ihr Zimmer zurück zu kehren. Vorsichtig schob sie das Katana zurück in die Hülle und wickelte es in das Tuch ein in dem sie es üblicher weise verwarte, verlies den Raum und wand sich wie immer nach links um dem Gang nach oben zu folgen. Doch an jenem Abend entschied sich die junge Prinzessin dazu nicht nach links zu gehen, warum auch immer, ob es eine innere Stimme war oder einfach nur eine Laune der jungen Frau, sie verlies den Raum und ging nach rechts, den Gang hinab immer tiefer in den Berg. Fahl wirft die kleine Oellampe ihr Licht auf den Boden, Jil hatte sie sich aus einer der unzähligen Nischen im Gang genommen, an einem Punkt an dem vor Ihr nur noch ein endlos schwarzes Nichts lag.
Geräuschlos bewegt sich das Mädchen vorwärts, längst schon ist aus dem Gang eine Treppe geworden die sich in unregelmäßigen Windungen in den Berg hineinschraubt. Vorangetrieben von der ihr eigenen Neugier huscht Jil die behände die Treppen hinunter. Eine schier endlose Anzahl von Stufen später hält sie inne um kurz Luft zu holen, seltsam denk sie, es ist kalt hier, schon oft hatte sich Jil tief in einige Gänge vorgewagt und jedes mal fest gestellt das es tief im Berg immer wärmer wurde. Etwas das sie sehr schätzte insbesondere wenn der Winter das Kloster in eisigem Griff hatte. Doch hier war es ganz anders, ihr Atem hinterlässt zarte weiße Fahnen im fahlen Lichte der Öllampe.
Jil schüttelt den Kopf, die endlosen Stufen hinab zu laufen haben sie aber so erhitzt das sie gar nicht bemerkt das es hier eiskalt ist, von ihrer Neugier getrieben setzt sie ihren Weg fort. Neugier ? war es noch immer Neugier ? Irgend etwas in Jil treibt sie immer weiter voran hinab in den Berg. Niemand weiss zu sagen wie lange sie dem Weg gefolgt ist bis sie, um eine weitere Windung biegend, den schmale Gang verlässt und eine kleine Halle betritt. Der Raum ist wie auch der Gang zuvor komplett aus dem Fels des Berges geschlagen aber entgegen des Weges dorthin, wird er von einem fahlen Licht erfüllt das den Fackeln entspringt, die an den Wänden aufgesteckt sind. In der Mitte des Raumes steht eine einfache Tafel, darauf stehen Teller und Becher einige Krüge und ein paar Schalen mit Speisen, nichts ungewöhnliches, sind es doch die selben einfachen Dinge, aus denen sie selbst tagtäglich ihr Essen zu sich nimmt.
Jil zögert einen Moment, zum ersten mal wird ihr bewusst das sie hier nicht sein sollte, doch ist in Ihr dieses Verlangen weiter zu gehen. So schickt sie sich an den Raum zu durchqueren, dicht gedrängt an der Wand entlang, erreicht sie die andere Seite. Von dort tun sich 3 Gänge auf, zwei davon stechen steil nach unten in den Fels der Gang in der Mitte führt mir steilen Stufen ebenfalls hinab in die Tiefe. Diesem folgend macht sich die junge Tochter des Hauses Zhaoying auf hinab in das dunkel. Monoton führen die Stufen immer tiefer hinab, doch mit einem mal bemerkt Jil das sich die Wände verändern, seltsame Zeichen unterbrechen das monotone Grau der Wände, Symbole die sie noch zuvor gesehen hatte. Ob wohl Takea damit etwas anzufangen wüsste ? Die Treppe endet und setzt sich in einem Gang fort der nun gerade in die Dunkelheit führt, die Symbole, welche zu beginn nur vereinzelt in den Fels geschlagen waren erstrecken sich nun über die ganze Fläche des eiskalten Steins, selbst der Boden ist damit überzogen. Beinahe zwanghaft folgt die Tochter derer von Zhaoying dem Gang der nun kerzengerade in das schwarze Nichts führt. Bis der Gang plötzlich endet, an einer Tür ohne Schloss, ohne Griff, nicht einmal eine Angel ist zu sehen, einzig die Zeichen die auch an den Wänden zu sehen sind setzen sich fort auf dem Holz und den Ehernen Bändern welche die Balken zusammen halten. Zum ersten mal weicht der Drang weiter voran zu gehen der Einsicht das Sie nicht an diesem Ort sein sollte. Doch bevor sich Jil über ihre Gedanken weiter klar werden kann reißt sie ein dumpfes Dröhnen in das hier und jetzt zurück, die schwere Tür beginnt sich bebend zur Seite zu schieben. Jil weicht zurück, drängt sich rücklings an die Wand. Die Hände pressen sich an die eiskalten Wände wo sich plötzlich eine schmale Öffnung auftut, gerade groß genug das der schmale Körper des Mädchens hineinpasst. Während das Dröhnen langsam verstummt schallen Schritte durch den Gang, Jil drückt sich tiefer in den winzigen Spalt der wohl doch tiefer in den Stein führte als dies zuerst zu erkennen war. Das Mädchen, welche dank der stetigen Übungen gelenkig wie eine kleine Katze ist folgt gebückt den winzigen Gang der sich verschlungen in das Dunkel windet. Obwohl ihr Verstand schon lange sagt es sei höchste zeit umzukehren und diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen setzt sie ihren Weg weiter fort, fast so als zöge sie eine Macht näher und näher..
Nach einiger Zeit findet der Gang ein Ende in einer massiven Wand aus Stein. Nur schmale Schlitze sind in der Wand sind zu sehen, vorsichtig schiebt sie sich an diese Öffnungen heran und späht hindurch. Im fahlen Licht auf der anderen Seite erkennt die Zhaoying Tochter eine Reihe der heiligen Frauen und Männer, die sie auch schon im Kloster gesehen hat, welche in einem großen Zirkel um einen behauenen Steinquader sitzen, dieser steht in der Luft, schwebt sich langsam drehend über einem Spalt, der sich im Boden auftut. Der Quader ist über und über mit Symbolen bedeckt, in Form und Art scheinbar denen ähnlich, wie sie auch auf den Wänden vor dem Raum zu sehen waren. Darüber etwa auf halber Höhe des Raumes in eine Kugel aus Licht gehüllt schwebt darin eingehüllt ein „Buch“.
Noch während die Augen des Mädchens den Raum absuchen durchfährt eine eiskalte Hand das Herz von Jil. Mit schreckensgeweiteten Augen blickt Jil auf das Buch während ein noch nie dagewesenes Gefühl von Angst und Schrecken nach ihrer Seele greift. In ihrem Kopf formt sich eine Stimme die aus dem nichts kommt und in einer Sprache spricht derer sie nicht mächtig ist. Panik erfasst sie und zum ersten mal in Ihrem Leben begreift Jil was Furcht wirklich bedeutet.
Gehetzt verlässt sie den kleinen Gang und rennt den Weg zurück nach oben in das Kloster, sie stolpert, stürzt, rafft sich wieder auf und rennt weiter, getrieben von etwas das man nicht in Worte fassen kann.
Als Jil ihre Kammer erreicht geht bereits die Sonne über den Bergen auf, blutrot fällt ihr Licht in den Raum in dem ihre Schwester schlafend auf ihrem Lager ruht. Leise sinkt sie zu Boden, Dunkelheit umfasst ihre Sinne, alles um sie herum verschwimmt nur die Stimme in ihrem Kopf bleibt…
Tage später erwacht sie in einem hellem Raum, neben ihr sitzt eine der Heilkundigen: „Ruhig junge Dame, du hast lange geschlafen“ Dankbar lächelnd nickt die Zhaoying Tochter und schläft erneut ein. Jener Vorfall blieb unerkannt, Jil war froh das niemand sie drauf ansprach und sie hütete sich dies irgendwo zu erwähnen. Nur ihrer Schwester offenbarte sie was ihr in jener Nacht widerfahren war.
So verging die Zeit und es kam der Tag an dem die Ausbildung der Zhaoying Töchter im Kloster zu Ende ging und die beiden zurückkehrten ins Haus ihrer Eltern.
Während sich Takea weiter ihren Drang nach Wissen widmete und sich auf Reisen begab um in fernen Ländern zu studieren suchte Jil die magischen Kräfte die ihr von Geburt an gegeben zu verbessern und sich in ihre Waffenfertigkeit zu üben.
In diesen Tagen kündigte sich hoher Besuch an, eine Delegation aus einem fernen Reich suchte das Land um Handel mit ZhaoZhou zu treiben. Angeführt wurde die Gruppe vom zweit geborenen Sohn des dortigen Regenten, ein Mann groß von schmaler Gestalt mit ebenmäßigem Gesicht und fast weißem Haar, auffällig und von manchen belächelt waren seine Ohren die etwas länger und spitz ausgezogen nach oben verliefen. Edel war seine Erscheinung und es schien als sei er in ein sanftes Licht getaucht. Als sich dann am Abend beim Fest zu ehren der Gäste der junge Prinz und die Zhaoying Tochter gegenüberstanden war es auf der Stelle um beide geschehen, sie tanzten durch die Nacht und als der Tag der Abreise kam schwor der Elbensohn Prinzessin Jil die ewige Treue. Die beiden Häuser richtete eine Hochzeitsfeier aus von der man noch lange sprach und bald darauf fühlte Jil das sie unter ihrem Herzen ein neues Leben heran wuchs. 9 Monde darauf erblickte ein Mädchen das Licht der Welt in ZhaoZhou und voller Stolz gaben ihr die Eltern den Namen Delphi.
Delphi wuchs auf im Palast, auf wie Ihre Mutter und Tante, sie war ein Wirbelwind und kaum eine Vase überstand diese Zeit und dennoch war sie ein Sonnenschein der alle Herzen im Sturm nahm. Doch als die Zeit gekommen war das auch sie in das Kloster in den Bergen gehen sollte, verfügte Jil das Delphi nicht dort hin ging sondern ihrer Tante in Obhut gegeben wurde die Ihre Ausbildung weiter führte. Takea lebte zu jener Zeit in einem der Elbenreiche und nahm Delphi wie ihre eigene Tochter an.
Zur selben Zeit erschütterte ein Beben jenes Kloster in den Bergen. Während die Menschen im übrigen Reich schliefen tat sich jene Kluft auf, die so lange von den Heiligen des Klosters gehütet und verschlossen gehalten wurde. Das was in den Tiefen ruhte suchte schon lange den Weg nach oben. Vor ewigen Zeiten war es dieser Dämonischen Kraft schon einmal gelungen sich Zugang zu schaffen in die Oberwelt. Zu jener Zeit, lange vor den Tagen aus denen wir nun berichten, gelang es der Familie derer von Zhaoying gemeinsam mit einigen Weisen des Reiches die dunkle Macht wieder zurück zu drängen und jene Pforte dort oben in den Bergen mit einem magischen Siegel zu verschließen. Einzig ein Buch, das der finsteren Macht als sichtbares Zeichen und Symbol diente, blieb auf der Oberwelt zurück. Jenes Buch ist also eine direkte Verbindung hinab zu den dämonischen Kräften der Unterwelt. Dieses Buch, welches einen eigenen Willen zu haben scheint und über vielerlei Dunkle Mächte verfügt wurde direkt an jener Stelle in einem Lichtkreis festgehalten, welchen die heiligen Frauen und Männer des Klosters um die Pforte in die Unterwelt errichtet hatten.
Doch nun war der Kreis durchbrochen, das Kloster zerstört und die dämonischen Mächte der Unterwelt schickten sich an für Ihre Niederlage erbarmungslos Rache zu nehmen am Hause Zhaoying. In diesen Tagen kamen die Bilder zurück die Jil so lange verdrängt hatte. Sie verstand nun was sie gesehen hatte und schreckliche Alpträume suchte sie heim, Nacht für Nacht. Es war als zeige Ihr die Finsternis, welch Schicksal ihr Land nun erleiden wird.
Und so kam es… Der Kampf gegen die Finsternis war grausam und schrecklich, so sehr sich die Bewohner geführt vom Herscherhaus Zhaoying mühte, es war alles vergebens.
Die Unterwelt geführt von jenem Buch nahm grausam Rache für die Schmach und vernichtete das kleine Reich und alle seine Bewohner. Auch der Vater von Delphi wurde ein Opfer der dunklen Macht.
Nur eine Handvoll entkam dem schrecklichen Schicksal. Darunter die Schwestern Takea und Jil mit Ihrer Tochter.
Um ihr Kind nicht unnötiger Gefahr aus zu setzen, bat Jil schweren Herzens, Ihre Schwester auch weiterhin ihre Nichte in Ihrem Hause auf zu nehmen.
Sie selbst machte sich dann auf die Suche nach einer neuen Heimat, immer in Angst das ihr jene dunkle Macht folgen würde. Doch das Buch tauchte nicht auf, noch nicht….
Viele Wochen dauerte die Reise, und war voller Gefahren und Entbehrungen, auf dem langen Weg verloren sich viele die mit Ihr aufgebrochen waren. Über Meere und durch endlose Länder führte der Weg, weit weit weg von Ihrer alten Heimat.
An einem grauen Morgen endlich erhob sich vor ihr im Dunst einer fahlen Sonne die Maueren einer Stadt.
Müde und erschöpft nähert sich die kleine Gruppe dem Tor über dem in den Stein geschlagen steht der Name: „Carima“

Die Gecshichte endet hier natürlich nicht. Fortsetzung folgt

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: