Lianne ~ Die Bardin

das Feuer im offenen Kamin knistert leise vor sich hin.  Ein Geruch von schwelenden Hölzern durchzieht den Raum. Winter ist es geworden kalt, Schnee bedeckt die Dächer der Häuser,
leise vernimmt man das Heulen dere Wölfe, welche sich nahe der Stadt  aufhalten.

Sinnend sitze ich im Sessel vor dem Kamin, schaue in die Flammen und sinne so nach wie alles einmal  begann. Erinnerungen steigen auf, Erinnerungen an Rego den Zwerg, der mir damals meine erste Flöte schenkte…………und mir prophezeite das Musk eines Tages mein Leben bestimmen sollte.
So seltsam diese Prophetie, so seltsam war damals die Begegnung mit ihm, als ich ihn im Wald wo ich Beeren sammelte plötzlich auf einem Baumstumpf sitzen sah. Die Gedanken schweifen ab…mehr und mehr an die frühere Zeit meines Lebens. Die Flöte,…….. schaut sie an wie sie auf dem Kamin liegt….. schimmert sie eben nicht etwas……
oder ist es eine Sinnestäuschung. Nun jene Flöte die Rego mir schenkte schien der Wegweiser meines Lebens zu sein, ein Kompass der die Richtung bestimmte.

Die Bardin beim Geigenspiel

Und ich fing an wie als ob es schon immer so war……diese Flöte zu spielen. Musik erklang, Melodien Rytmen, als ob nicht ich die Flöte ……nein als ob die Flöte mich spielte. Die Melodien drangen tief in mein Innerstes, bewegten , lösten inspirierten und fingen an Quelle meines Handelns zu werden.

Ich verspürte eine Sehnsucht, eine unglaubliche Sehnsucht die Welt zu bereisen, um die Lebendigkeit der Melodien nach denen so unterschiedliche Völlker leben zu erlernen. Wie von einer Inneren Kraft erfüllt, die immer stärker wurde wenn ich an die Musik dachte rüstete ich mich für eine lange lange Reise und nahm das erste Schiff welches im Frühjahr den Hafen verliess.

Meine Reise führte mich durch die ganze Welt, den Highlands wo ich den Dudelsack erlernte, den fernen Orient die Gugin, den Italienischen Adelshof die Gitarre, die Normandie die Harfe, das weite Russland mit seinen melancolischen Flötenliedern…………………………………………………. Weiter und weiter, vom Zauber der Musik erfüllt., und immer den Kompas dabei…die Flöte von Rego.

Sinnend schaue ich ins Feuer….die Flammen tanzen vor meinen Augen.  knisternd zerbirst das Holz im Feuer , Funken stoben bis vor meine Füsse. Als mir gewahr wird…..das ich eben weit in der Vergangenheit weilte.

Ich schaue mich um in meinem Haus auf Carima und lächele. Erinnere flüchtig wie ich mit dem Schiff im Hafen einlief und an Land ging, die Stadt, der Marktplatz, die Menschen. Und wie es war, als ich tief im Inneren spürte das eben diese Stadt Carima hier in sich selbst eine einzige Melodie zu sein scheint, die in sich alle Musikintrumente der Welt vereint. Die Stadt, welche nun mein Zuhause wurde, eine Stadt gleich einer lebendig gewordenen Melodie

Ich lächele, das Feuer ist nur noch leicht am glimmen, meine Musikintrumente welche an der Wand hängen schimmern leicht im rötlichen Glanz der feurigen Glut des Kamins. Und tief in mir erklingt die Prophetie Rego´s…….die Prophetie, ……die mit den 3 Worten endet…..

Lianne,  die Bardin

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