Silke von Carima ~ Fürstin oder Göre?

Fürstin Silke von Carima

Geboren wurde ich im hohen Norden, meine Eltern hatten einen kleinen Hof, wir waren nicht Reich aber reichte es um uns zu ernähren und ein wenig Handel mit dem Dorf in der Nähe zu betreiben. Als ich vier Jahren alt war bekam ich eine Schwester, welche meine Eltern den Namen Fairy gaben. So lebten wir glücklich und zufrieden auf dem kleinen Hof meiner Eltern. Bis meine Mutter 2 Jahre noch Fairy´s Geburt erkranke und verstarb. Vater musste schweren Herzens meine nicht ganz 2 Jahre alte Schwester zu Pflegeeltern geben, da er sich nicht um sie und den Hof kümmern konnte. Eine brave Handwerksfamilie nahm sich ihrer an, doch zogen sie 2 Monate später aus dem Dorf fort und ich erlitt den zweiten schweren Verlust innerhalb kurzer Zeit. Ich blieb bei meinem Vater und half so gut ich, mit gerade 6 Jahren, konnte auf dem Hof.

Doch Vater war nicht wie Mutter, welche auf einem Hof geboren wurde und alles von der Landwirtschaft und Viehhaltung wusste. So nahm er mich eines abends auf seine Knie und sagte mir mit Tränen in den Augen das wir den Hof verlassen müssten da er die Steuern für das Land nicht mehr aufbringen könne. Ich schaute ihn mit großen Augen an und fragte ihn wohin wir gehen sollen, kannte ich doch nur unseren Hof und das Dorf in der Nähe. Vater drückte mich ganz fest und meinte nur: Das wissen nur die Götter mein Kind.

Am nächsten Tag schon verließen wir den Hof und ich weiß noch das Vater mich auf seinen starken Armen trug und ich hemmungslos weinte, mein dritter großer Verlust in nicht ganz einem Jahr. Vater hielt mich ganz fest und summte ein altes nordisches Kinderlied um mich zu trösten, diese Melodie sollte mich von nun an immer begleiten………

Wir zogen Tage durch das Land und die Vorräte wurden knapp als wir auf einen Haufen wild aussehenden Gesellen trafen und Vater sprachen mit einem dieser Leute, ich schrie und weinte als ich sah das Vater sein Schwert zog und mit einem dieser finsteren Geselle kämpfte. Ich griff mir einen Stock und wollte auf beiden losstürmen doch ein Junge hielt mich zurück, er mag 10 oder 11 Jahre alt gewesen sein, und erklärte mir das es kein richtiger Kampf sei, es wäre ein Test, sagte er mir, sie seien Söldner und Vater wolle sich ihnen anschließend. Ich schaute in wütend an und schlug mit dem Stock nach ihm weil er mich nicht zu meinem Vater ließ. Doch dann kam Vater zu mir und erklärte mir das wir von nun an mit den Gesellen ziehen würden……………

So vergingen die Jahre und ich sah, was kein Menschen sehen sollte, Tot, Elend und verderben, so manche Nacht lag ich tränenüberströmt wach in unserem Lager, wachgehalten durch die Schreie der Verwundeten. In diesen Nächten musste ich an meine Schwester denken und mit den Jahren wurde die Sehnsucht nach ihr immer stärker und mit fast 16 Jahren ging zu meinem Vater, welcher sich stark verändert hatte, ich drückte ihn fest doch fühlte ich nur kälte von ihm die vielen Schlachten hatten sein Seele und sein Herz verhärtet. Ich teilte ihm mit das ich die Söldner verlassen werde um nach meiner Schwester, seiner Tochter zu suchen. Ich hoffte er würde mich begleiten doch schaute er mich nur an, stieß mich von sich fort und schrie: Dann verschwinde doch du Balg, du bist eh nicht meine Tochter, aus meinen Augen geh und komme nie wieder.

Tränen überströmt rannte ich in unser Lager und packte meine Sachen, dann verließ ich die Söldner und machte mich auf die Suche nach meiner Schwester. Doch gingen mir die Worte meines Vaters nicht mehr aus dem Kopf immer und immer wieder wiederholt ich sie……. DU BIST EH NICHT MEINE TOCHTER ……

So streifte ich durch das Land doch hielt mein Glück nicht lange an……..ich geriet in die Gewalt von Piraten welche mich wie ein Tier hielten die niedrigsten Arbeiten hatte ich zu verrichten auf ihrem Schiff und zu Essen bekam ich nur die Reste der Matrosen . Doch hatte ich auch Glück das ich die Nächte alleine auf meiner Pritsche verbringen konnte und so gelangte ich in fremdes Land welches der Steuermann, ein hagerer junger Mann mit feinen Gesichtszügen, Italien nannte.

In dieser Nacht gelang mir die Flucht von dem Schiff und ich rannte so schnell ich konnte in einen Wald, verfolgt von ein paar Matrosen ich rannte und rannte so schnell ich konnte, bis ich einen stechenden Schmerz in meiner rechten Schulter spürte. Ich fiel und bevor ich das Bewusstsein verlor sah ich noch eine Gestalt, ganz in schwarz gekleidet mit einem Bogen in der Hand welchen er auf meine Verfolger richtete, dann wurde es dunkel um mich herum.

Als ich erwachte lag ich auf einer Pritsche meine Schulter schmerzte stark und ich sah in ein bärtiges freundliches Gesicht. Der Mann sagte mir, dass er im Wald lebte und das ein Pfeil mich in der Schulter getroffen hatte. Der Mann stellte sich als Galuis vor und erzählte mir von seinen Jahren bei der Römischen Armee. Galuis lehrte mich die Kunst des Bogens und des Schwertes, doch Galuis war schon alt und als er 2 Jahre  später verstarb, verbrannte ich nach seinem Wunsch seinen Leichnam und nahm Abschied von einem Freund der wie ein Vater für mich war. Ich nahm seinen Schwert, Axt und seinen Bogen an mich packte erneut das wenige was mir geblieben war und zog wieder durch das Land. Wieder war ich alleine.

Eine junge Frau mit gerade 18 Jahren und oft musste ich mich meiner Haut erwehren. So schloss ich mich Söldnern an hatte ich doch nur das Kämpfen gelernt und zog mit ihnen durch das Land bis die Schiffe uns zu einem Land brachten Carima war der Name dieses Landes und mich überkam ein Gefühl welches ich bis dahin nicht gekannt hatte ich fühlte mich als wäre meine Reise zu Ende ich fühlte mich Zuhause. Doch so weit weg von meiner Heimat im Norden, ich konnte es nicht erklären aber blieb in diesem Land zog mich in die Wälder zurück und traf auf ein Lager welches bewohnt war, müde vom Kampf und müde von dem Treiben in der Stadt, schloss ich mich den naturverbundenen Menschen an und lebte bei ihnen. Langsam kehrte das Lachen wieder in mein Leben und als mich Lady Emily und Sir Mog mich als ihre Tochter annahmen schien mein Leben sich jetzt in die richtigen Bahnen zu bewegen. Doch ich sollte mich täuschen……………

Mein Zieheltern gingen auseinander und verließen das Land es erreichte mich die Nachricht das meine Ziehmutter, mein beste Freundin, in der Fremde an einer Krankheit verstorben war und so übernahm ich es ihre Aufgaben so gut ich konnte bis zu dem Tage als ein Adliger in uns Dorf kam dessen Manieren und Benehmen für uns nicht annehmbar waren. Und so gingen wir zur Königin um uns über diesen Rüppel zu beschweren doch es eskalierte im Thronsaal und ich schlug den Kerl ins Gesicht und wurde unter Arrest im Schloss gestellt. Ich ließ mir mein Schwert bringen und wollte den Waffeneid welchen ich der Königin geschworen hatte brechen doch auch diesmal kam es anders …………………………………

Zwei Tage verbrachte ich mit meinen Freunden, welche nicht von meiner Seite wichen, in der Gesindestube des Schlosses bis die Königin nach mir riefen lies. Meine Freunde begleiteten mich zu ihrer Majestät und Sancha, mein Mündel, trug mein Schwert. Ich kniete mich vor der Königin nieder und Sancha übergab mir mein Schwert doch bevor ich noch etwas sagen konnte reichte mir die Königin ihre Hand zog mich hoch und befahl mir mich zu setzen. Verwundert schaute ich zu meinen Freunden doch dann kam, womit ich niemals gerechnet hätte.

Die Königin eröffnet mir das sie meine wahren Eltern kennen würde und ich war verwundert woher sie meine Eltern, welche im hohen Norden lebten kannte doch dann erklärte mir ihre Majestät das ich als Baby abgeben worden war und das mein Leibliche Mutter Fürstin Julia von Carima ist ich wurde blass und war sprachlos und schaute zu meinen Freunden. Ich Silke die Göre aus dem Norden sollte Adlig sein die Tochter einer Fürstin und wie ein Blitz durchzogen die Worte des Mannes von dem ich angenommen hatte das er mein Vater wäre durch meinen Kopf …. DU BIST EH NICHT MEINE TOCHTER…. jetzt verstand ich und sackte kreidebleich auf dem Stuhl zusammen.

Noch lange blieb ich bei meinen Freunden im Wald bis zu dem Tage wo die Königin mich zu sich rief und befahl zu meinem Schutz und meiner …verdreht die Augen beim Schreiben…. Erziehung ins Schloss zu ziehen. Unbekümmert lebte ich in den Tag hinein bis zu dem Tage als ein Hochwasser kam und ihre Majestät erkrankt, ich gab Anweisungen die Lager des Schlosses für das Volk zu öffnen doch wurden diese Anordnung vom Grafen von Isenberg missachtet und nicht ausgeführt so das das Volk verärgert war und zu dem Bürgermeister hielt welcher eigene Pläne hatte. Das Schloss ihrer Majestät wurde von Verrätern unter dem Kommando des Bürgermeisters genommen die Königin konnte in Sicherheit gebracht werden und nur durch einen Zufall befand ich mich nicht im Schloss. Als ich von Isenberg nach dem Angriff aufsuchte wurde ich darin bestätigt das er selber nach dem Thron trachtet und ich beschloss niemals das Knie zu beugen außer vor der Rechtmäßigen Königin und so ging ich in den Widerstand und viele Getreuen meiner Tante gesellten sich zu uns. Doch dann kam es zu Angriff auf das Schloss wo der Selbsternannte Herrscher lebt ich versuchte den Angriff zu verhindern doch es war zu spät und ich beschloss, damit das sinnlose Blutvergießen ein Ende hat, das Land, welches mein Heimat war, zu verlassen. Auf dem Schiff schaut ich mich noch einmal um wischte mir die Tränen fort und folgt meiner Familie. Doch sind meine Gedanken bei jenen die ich zurückließ dem tapferen Volk von Carima …wischt sich eine Träne weg … meinen Freunden……………………………………..

Bilder aus dem bewegten Leben der Fürstin Silke von Carima

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